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Der April 2026 stand im Zeichen einer bemerkenswerten Divergenz zwischen robusten Unternehmensdaten und einem durch geopolitische Spannungen im Nahen Osten belasteten Makroumfeld. Während der IWF das globale Wachstum für 2026 auf 3,1 % taxiert, sehen wir uns mit einem „War-induced Risk“ konfrontiert, dass die Inflationserwartungen kurzfristig nach oben korrigiert hat. Trotz dieser Unsicherheiten demonstrierten die internationalen Kapitalmärkte eine überraschende Widerstandsfähigkeit, getrieben durch die fortschreitende Skalierung von KI-Produktivitätsgewinnen und eine solide US-Berichtssaison für das erste Quartal.

An den Aktienmärkten behauptete sich der S&P 500 mit einem Stand von über 7.100 Punkten, was einem veritablen Anstieg gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Q1-Earnings-Season unterstrich die Dominanz des Technologiesektors, wobei die EPS-Konsensschätzungen für das Gesamtjahr 2026 auf ca. 313 USD nach oben revidiert wurden. Im Gegensatz dazu zeigten europäische Indizes eine höhere Sensitivität gegenüber den Energiepreisen. Während die EZB den Leitzins im April stabil hielt, belasteten die revidierten Inflationsprognosen für den Euroraum (2,6 % für 2026) zyklische Sektoren wie Automobil und Bau, da die Hoffnung auf schnelle Zinssenkungen vorerst gedämpft wurde.

Die Rohstoffmärkte fungierten im vergangenen Monat primär als Seismograph der Geopolitik. Der Energiepreisindex verzeichnete aufgrund der Blockaden im Nahen Osten einen massiven Anstieg, wobei Rohöl und europäisches Erdgas zeitweise um über 40 % zulegten. Diese Angebotsschocks trieben auch die Preise für Düngemittel und Industriemetalle in die Höhe, was die globalen Lieferketten erneut unter Druck setzt. Im Bereich der Edelmetalle sahen wir eine Konsolidierung, da die Opportunitätskosten durch das „Higher for Longer“-Szenario der Zentralbanken stiegen, obwohl Gold als sicherer Hafen in Phasen akuter Eskalation gefragt blieb.

An den Zins- und Devisenmärkten spiegelte sich die vorsichtige Haltung der Notenbanken wider. Die US-Federal Reserve beließ die Target Range bei 3,50 % bis 3,75 % und signalisierte eine datenabhängige Politik, während der Markt für 2026 nur noch mit einer einzigen Zinssenkung rechnet. Dies stützte den US-Dollar gegenüber dem Euro, der sich nach einer Phase der Schwäche bei etwa 1,17 EUR/USD stabilisierte.

Die regelbasierte Anlagestrategie des GVS Golden Opportunities generierte im April ein weiteres Kaufsignal im Aktienbereich, so dass u.a. im Technologiesektor die Position bei Microsoft ausgebaut wurde.  Zum Monatsende sah die Allokation des GVS Golden Opportunities wie folgt aus:  78 % Aktien, 14 % Gold, 5 % Anleihen und 3 % Liquidität.